« Brocante » 2025 am 17. August 2025 in La Haye du Puits
Am Samstag, den 16.08., startete morgens um 4:00 Uhr eine Abordnung des Freundeskreises am Schwanstettener Rathaus mit dem Kleinbus und einem vollgepackten Anhänger Richtung La Haye in der Normandie. Mit dabei waren Ursula Oberndörfer mit ihrer Enkelin Anna, Rosemarie Steinel, Ruth und Martin Heßdörfer, Kerstin Lawson und Karl Reibstein. Außerdem hatten wir 60 kg Bratwürstchen und etliche Kästen Bier im Gepäck.
Als wir kurz nach 18:00 Uhr in La Haye eintrafen, wurden wir dort sehr herzlich von unseren französischen Freunden empfangen. Ebenfalls vor Ort waren Margit und Herbert Gärtner, die bereits einige Tage vorher individuell angereist waren. Neben vielen Küsschen und Umarmungen gab es kalte Platten, Sekt und Bier. Nachdem sich alle ausgiebig begrüßt hatten, begaben wir uns in die einzelnen Gastfamilien, wo man den Abend ausklingen ließ und die meisten von uns nach der langen Anreise müde ins Bett fielen. Schließlich mussten wir am nächsten Tag fit sein.
Ab 9:30 Uhr fand sich unsere Gruppe am Sonntagmorgen bei herrlichem Sonnenschein am Stand auf der Brocante – dem Trödelmarkt – ein. Dankenswerterweise hatte die « Amis de Schwanstetten » schon alles aufgebaut, sodass direkt der Grill angeschürt und die ersten Nürnberger Bratwürstchen vorbereitet werden konnten. Diese wurden allerdings nicht im „Weckla”, sondern im Baguette angeboten. Die Marktbesucher konnten sich dazu Pommes und deutsches Bier schmecken lassen, das die Franzosen verkauften. Der Andrang auf der Brocante war wieder enorm und die Menge schlängelte sich durch die Straßen von La Haye, um vielleicht ein Schnäppchen zu machen oder eine besondere Antiquität zu erstehen. Es dauerte auch nicht lange, bis sich hinter dem Bratwurstgrill eine lange Schlange gebildet hatte. Unser Team arbeitete nun im Akkord. Am Ende des Tages waren alle Bratwürste verkauft und man setzte sich abschließend auf ein Glas Wein am Markstand zusammen. Den Abend verbrachte wieder jeder in der Gastfamilie.
Montags besuchten wir in Goury die Seenotrettungsstation. Trotz des für die Normandie typischen Windes stärkten wir uns danach bei einem Picknick. Anschließend fuhr unsere Gruppe ans Cap de Carteret. Von einem Aussichtspunkt aus kann man über den Klippen einen kleinen Weg entlangwandern, von wo aus man einen atemberaubenden Blick in die Brandung und hinunter auf den Strand hat. Von hier oben aus starten auch gerne Segelflieger. Nach einer Kaffeepause im Hafen fuhren wir weiter nach Portbail und erkundeten eine Ausstellung in der dortigen Kirche. Angesichts des starken Windes versuchte sich Herbert daran, einen Drachen steigen zu lassen. Am Abend war ein Teil von uns bei Christian MENNECIER eingeladen, der ein beeindruckendes Mehrgangmenü auf den Tisch zauberte. Der andere Teil war bei Familie LEROUX zu Gast und berichtete tags darauf ebenfalls von einem sehr reichhaltigen Abendessen.
Für den Dienstag stand ein Ausflug in die Gemeinde Coutances auf dem Programm. Hier statteten wir dem Jardin des Plantes einen Besuch ab. Seltene Bäume, üppig blühende Büsche, kunstvolle Blumenmosaiken, ein Labyrinth und abendliche Lichtspiele machen aus diesem Garten einen der schönsten der Region. Besonders eindrucksvoll war auch die Darstellung des berühmten Mont-Saint-Michel. Danach begaben wir uns zur Kathedrale, der Notre-Dame de Coutances, und bestaunten dort den silbernen Altar, welcher ein Meisterwerk für sich ist und von einem Goldschmied und einem Architekten angefertigt worden war. Mittags genossen wir in der Crêperie regionale Spezialitäten und frische Crêpes. Im Anschluss blieb Zeit für einen ausgiebigen Strandspaziergang. Die einen erfrischten sich im kühlen Atlantik, die anderen sammelten Muscheln. Nach einem Abstecher in die Chocolaterie kehrten alle in die Gastfamilien zurück und machten sich frisch für das Abschiedsessen. Hierzu fanden sich neben unserer Delegation aus Deutschland eine große Anzahl von Mitgliedern des französischen Freundeskreises auf einem Sportplatz nebst Vereinsheim ein. Zunächst gab es den obligatorischen Aperitif mit Austern, kalten Platten und gekühlten Getränken. Die Vorsitzenden der Vereine Ursula Oberndörfer und Pascal LEROUX hielten jeweils eine kurze Ansprache mit Danksagungen. Währenddessen liefen bereits mehrere Grills heiß, auf denen neben Steaks vor allem Makrelen gebraten wurden, die wirklich köstlich schmeckten. Dazu wurden Kartoffeln, Baguette, Wein, Bier und nichtalkoholische Getränke gereicht. Im Anschluss an den Hauptgang durfte ein Stückchen Käse nicht fehlen und als Dessert servierte man Flan pâtissier, einen leckeren französischen Puddingkuchen. Einige erfreuten sich abschließend noch an einem Gläschen Calvados.
Am nächsten Morgen um 8:00 Uhr traten wir bereits wieder die Rückreise an. Es war ein wundervoller Aufenthalt mit viel Herzlichkeit und Freundschaft, der ein weiteres Mal gezeigt hat, wie schön und verbindend Städtepartnerschaften sind.
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